Der Fashionblog

Stilvolle Businesskleidung für den Mann von Welt

Für hochwertige und nicht zu steife Kleidung für Büro und Freizeit kann eigentlich nur Italien ausreichende Qualitäten liefern. So ist in einem kleinen Städtchen 1910 eine winzige Weberei gegründet worden, die bis heute, global aufgestellt, ihre eigenen Tuche webt, schneidet und näht. Ermenegildo Zegna ist nicht nur der anspruchsvollsten Herrenmode verpflichtet, sondern auch durch die italienische Eleganz und Leichtigkeit ein fester Begriff in der Modewelt. Ausschließlich für den Herren produzierend ist man damit ein Unikum aus alter Zeit; wenngleich zur Unternehmensgruppe inzwischen auch ein Damenmodenhersteller gehört, aber eigenständig firmiert.

Anzüge der höchsten Liga
Die letzten Jahrzehnte haben in der Businessmode eine interessante Entwicklung durchlebt. War in den 60er und 70er Jahren außerhalb der Banken und Versicherungen eine Neuerfindung es Anzugs mit neuen Materialien wie Polyester und neuen Schnitten mit breitem Revers und Schlaghosen vorherrschend, führten die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts zu einer Rückbesinnung auf klassische Schnitte. Ausgehend von Italien, wo Giorgio Armani die schlanke, elegante Linie wiederentdeckte, endete die mutige Zeit der Experimente. Das Business wurde wieder konservativ, durch Filme wie Wall Street oder Serien wie Miami Vice wurde dann der Schick der 80er bestimmt. Sackig geschnitten, aber feinste Tuche und Pastellfarben waren wichtig geworden. Diese Zeit sah den Aufstieg und die Gründung neuer, aber auch traditioneller, Modeunternehmen, erstere wie Armani, Versace, Dolce & Gabbana und bestehende Häuser wie Prada oder Ermenegildo Zegna. Diese Mischung aus Altem und Neuen eroberte Europa und Amerika im Sturm, während die klassische britische Herrenmode, auch wegen der wirtschaftlichen Lage, ihre größte Krise überstehen musste.

Nicht langweilig, aber gesetzt
So wie die Freizeitmode in den 90er Jahren dann bunt und knallig wurde, so blieb die Business-Kleidung in klassischen Branchen gedeckt und orientierte sich am vorangegangenen Jahrzehnt. Aber in den neuen Branchen der IT und Computertechnik endete erstmals jeder Dresscode. Jeans, T-Shirt und Turnschuhe wurden getragen, ganz nach dem Vorbild von Bill Gates, der allerdings wenigstens Hemden (wenn auch Kurzarm-) zur Jeans trug und wusste, dass ein guter Schuh einen Geldgeber durchaus überzeugen helfen kann. Doch dieses Jahrzehnt der New Economy sollte nicht lange halten, erst platzte die Dotcom-Blase, dann kam der 11 September. Sorge und Furcht machten sich im breiten Bewusstsein breit und damit konnte die klassische Garderobe wieder einen Aufschwung erleben. Ermenegildo Zegna ist gerade wegen der schicken Taschen und Anzüge bei Bankern ein weit bekannter Begriff, so wie fast nur noch Hugo Boss oder Giorgio Armani. Kaum eine Veränderung in der Business-Mode war abzusehen, bis in den letzten Jahren schlanke und schmale Schnitte den alten Marken den Rang, zumindest in der jungen Käuferschicht, abliefen. Eine besondere Auswahl von Produkten des Designers Ermenegilde Zegna finden Sie im Shop von Braun-Hamburg.